Donnerstag, 6. Mai 2010

Nach Bungle Bungle wieder in Kununurra

Am Dienstag sind wir von Kununurra aus in Richtung Halls Creek losgefahren. Da wir 250km Highway vor uns hatten, hieß das, erst mal Reifen aufpumpen. Wir fahren jetzt nämlich seit der letzten Reifenpanne auf den Gravel Roads immer mit deutlich weniger Luft als vorgeschrieben, da wir diesen Tipp von dem Reifenhändler und auch einigen erfahrenen Australiern bekommen hatten. Bis jetzt hat das ja auch über etliche 1000 km ganz gut funktioniert, es macht halt ein bisschen Arbeit. (C.: Zum Glück haben wir ja einen Kompressor für 9.95 € aus dem Obi in Offenburg mitgeschleppt - und das bei 20 kg Fluggepäck - aber man muss ja Prioritäten setzen) (M: neben dem Kompressor ist auch noch ein Spannungswandler mit 2,5 kg dabei (C.: eigentlich noch nicht wirklich gebraucht, wir sind ja ab und zu in der Zivilisation mit Strom) (M: und wer jault, wenn der Fotoakku leer ist?)  und ich habe trotzdem genug anzuziehen. Andere Reiseteilnehmer tragen schon seit Monaten ihre unbenutzte Wäsche spazieren, nur um zu Hause sowieso alles waschen zu müssen , da alles komplett verstaubt ist (C.: hi,hi, wer wäscht?). Da nehm ich doch lieber nützliche Sachen mit (C.: auch der andere Reiseteilnehmer hat noch einige nicht gebrauchte Kleidungsstücke in den Tiefen seiner Tasche (M: aber halt 5 kg weniger), aber ich gebe zu, ab und zu hat er schon seine Wollmütze gebraucht nur in letzter Zeit halt nich  (M: die ja auch niemand eingepackt hat) (C.: Kompressor statt Wollmütze, womit wir wieder bei den Prioritäten wären)

Die Highwaystrecke war ausnahmsweise mal landschaftlich ganz schön, weil sie ständig durchs Gebirge führte. Allerdings gibt es kaum wirklich schöne Fotos von der Strecke, weil der ganze Himmel mit einer ganz dünnen, weißen Wolkendecke überzogen und deshalb kein vernünftiger Kontrast vorhanden war.






Zumindest gab es unterwegs einen schönen Schwarzstorch.


Nach 250 km zweigt die Straße in den Bungle Bungle Nationalpark ab. Am Abzweig also wieder Luft ablassen (C.: hoch lebe der Kompressor) (M: da sieht man mal wieder, dass sie keine Ahnung hat, seit wann braucht man zum Luft ablassen einen Kompressor!) (C.: er wüsste ja gar nicht wieviel Luft wir eigentlich in den Reifen haben, der hinten links sieht eh immer platt aus, ist aber so, hat ja auch den ganzen Tank, das Wasser und noch so einiges zu tragen) , was auch gut war, denn die 53 km bis zum Parkeingang sind wirklich rauhe Schüttelpiste mit mehreren kleinen (C.: na ja) Flußdurchquerungen.

Auf dieser Strecke kehrte das Blau am Himmel langsam zurück und wir haben dann auch einen schmetterlingfangenden Goana entdeckt. Der schlich durchs Gras und hat die Halme angezüngelt und wenn ein Schmetterling wegflog hat er ihn sich geschnappt. Da sieht man erst mal, wie schnell die sein können, wenn sie nur wollen. (Fortsetzung s.u.)


Wir sind dann direkt auf den Campground gegangen und Claudia musste auch bald anfangen zu kochen, weil es immer früher dunkel wird. So kam es, dass wir nach dem Essen und Geschirrwaschen noch einige Zeit draußen saßen, bis alle drumrum im Bett waren. Als wir uns nach einem Fläschchen Traubensaft dann auch entschlossen, ins Bett zu gehen, hat uns beim Blick auf den Wecker fast der Schlag getroffen. Es war 19.09 Uhr.

So war es auch nicht verwunderlich, dass wir am nächsten Morgen um 06.45 Uhr zu dem 19 km entfernten Parkplatz losgefahren sind, von dem aus man verschiedene Wanderungen machen kann. Im Gegensatz zum Vortag war es um diese Zeit noch richtig frisch und wir hatten nach einigen Morgenschleiern den Tag über einen nahezu wolkenlosen, tiefblauen Himmel.


Als erstes haben wir den Dome-Walk gemacht, der zwischen den Felsen, die wie Dome aussehen, durchführt.




Danach sind wir in die Cathedral Gorge gelaufen in der noch ein bisschen Wasser, allerdings ziemlich grünes, war.



Danach sind wir noch ein Stück das Flussbett entlang und auf einen Lookout gelaufen.


Der Nationalpark ist superschön (C.: und nicht umsonst Weltnaturerbe) und die Felsformationen sind einmalig. Wir haben heute mit Abstand die meisten Bilder an einem Tag gemacht, obwohl das Fotografieren hier wirklich schwierig ist. Durch die engen Schluchten hat man immer irgendwo Schatten oder bekommt nur einen Teil von dem, was man sieht, überhaupt auf das Bild.
Da das Hochladen in den Blog der vielen schönen Bilder zu lange dauert, gibt es hier nur ein paar wenige und

extra noch eine Diashow mit ganz vielen Bildern von Bungle Bungle.

Um 10.30 Uhr war der eine Teil des Parks abgearbeitet. Wir sind dann ca. 50 km an das andere befahrbare Ende des Parks gefahren, wo wir noch in die Echidna Chasem, einer ca. 1 km langen, durch Erosion entstandenen Felsspalte gelaufen sind. Der Weg dort ist über weite Strecken zwischen den Felswänden gerade so breit, dass eine Person (C.: kommt auf den Umfang an) bequem durchgehen kann.


Auch hier war das Fotografieren deshalb äußerst schwierig, weil man die hohen Wände auf dem Foto kaum richtig vermitteln kann.



Danach ging es auf den nächsten Lookout und dann hatten wir keine Lust mehr, den letzten Walk in die Palm Gorge, das wären weitere 5 km gewesen, zu machen. Die haben wir uns deshalb geschenkt und sind zum Campground zurück, wo wir eine Kanisterdusche genommen haben.



Heute Morgen sind wir dann auf dem gleichen Weg, wie wir gekommen sind, nach Kununurra zurück. Ich wollte eigentlich über Halls Creek und dann die 427km Gravel Road an den Lake Argyle fahren, aber C. meinte, das wäre zu lang. Da wir ja wissen, was letztes Mal passiert ist, als ich mich in die Reiseplanung eingemischt habe, fand ich ihren Vorschlag dieses Mal ganz gut und so sind wir jetzt hier in Kununurra auf dem Campingplatz.


Kurz vor Kununurra kamen uns dann noch 2 größere Fahrzeuge entgegen, da bleibt nur eines, Flucht ins Gebüsch.




Fortsetzung von oben:

Beim der Ausfahrt aus Bungle Bungle lief der wieder genau vor dem Auto über die Straße, ich glaube, es war wieder der, den wir schon 2 Tage vorher fotografiert haben.


Bei der Ankunft am Campingplatz hat C. mal einen der kleinen Vögel erwischt, die man ganz schwer vor die Linse bekommt, es dürfte eine Finkenart sein, gell Horst?



Grüße an alle

1 Kommentar:

  1. Der Bungle Bungle ist wirklich grandios - eure Fotos haben mich begeistert! Was für fantastische Landschaften...
    War da eigentlich viel los, seid ihr auf euren Wanderungen vielen anderen Touristen begegnet?

    Liebe Grüße
    Brigitte

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