Wir mussten auf jeden Fall aufs Bild mit ihm und seiner Frau.
Während wir da saßen, rannte ein Possum, die man, weil nachtaktiv (was wir ja nicht sind), nur selten zu Gesicht bekommt (und wenn, dann platt auf der Straße), im Baum rum. (C.: wir haben es trotzdem gesehen, obwohl wir ja hier, wie schon gesagt, nicht nachtaktiv sind - außer wenn es Traubensaft gibt)
Wir angekündigt sind wir am nächsten Morgen (ein bisschen später als sonst) nach Mataranka gefahren. Dort hieß es dann definitiv, dass die Straße zwar bis Roper Bay befahrbar ist, man dort aber nicht über den Fluss kommt. Die Strecke war somit passé, weil wir nach dem Fluss auf dem Savannah Way weiterfahren wollten. Wir haben deshalb in Mataranka nur einen Abstecher an die Thermalquelle gemacht und haben dort nach einem Spaziergang gebadet.(C.: M. hat anschließend gemeint, dass ihm das warme Wasser nicht bekommen sei, er habe Verspannungen - im Kopf - wo sonst)
Danach sind wir auf dem großen Stuart-Highway weitergefahren bis Daly Waters, was sich wirklich gelohnt hat.
Dort gibt es 3 km vom Highway entfernt den angeblich ältesten noch bewirtschafteten Pub von Australien (ab 1930 wurden hier die ersten Flieger von Quantas aufgetankt wenn sie von London nach Sydney flogen und nicht unterwegs abgestürzt sind). Da wir genügend Zeit hatten, haben wir uns den natürlich angeschaut. Das ist eine total verlotterte, urige Kneipe mit Campingplatz. Im Pub bekommt man vom BH bis zu seinen Flip-Flops alles los und das wird dann einfach an die Wand genagelt). Da uns das auf Anhieb gefallen hat, sind wir über Nacht dort geblieben. Der Platz ist wohl eine Art Geheimtipp bei den Aussies, denn er war richtig stark frequentiert. So ziemlich alle haben sich am Abend in der Kneipe bei Live-Musik getroffen, wir natürlich auch.
C. bekam kochfrei und wir haben dort sehr leckeren gegrillten Baramundi gegessen.
Außerdem gab es unzählige Papageien und andere Vögel, die ein riesen Geschrei vollführten.
Dass wir hier bisher genug gelaufen sind, hat C. in Daly Waters auch gleich dokumentiert und das sind wohlgemerkt nicht die Wanderschuhe. (C.: er wollte sie aber partout nicht als Souvenir an die Wand nageln lassen, sondern denkt über eine Reparatur nach) (M: ich brauch sie ja noch und hier gibts nichts zu kaufen) (C.: er hat sich ja durchringen können ein Paar Flip-Flops zu kaufen, aber das Ding zwischen den Zehen ist nicht so sein Ding, hoch leben die guten deutschen Birkenstocks, geheimes Erkennungszeichen aller deutschen Touris) (M: und die gibts hier nicht, weshalb die anderen halt durchhalten müssen)
Am nächsten Morgen sind wir von Daly Waters aus den Carpentaria-Highway in Richtung Osten gefahren. Die Auskünfte, ob die Straße offen ist, waren zwar auch nicht ganz eindeutig aber wir wollten auf jeden Fall die 270km nach Cape Crawford, um dort die Lost City anzuschauen. Cape Crawford besteht aus einem Haus, nämlich dem Heartbreak-Hotel mit angegliederter Tankstelle und Campingplatz.
Unterwegs haben wir den von der Straße gescheucht, damit er nicht überfahren wird.
Dort angekommen wurde unsere neue Reiseplanung wieder sabotiert. Die Lost City (eine relativ kleine Gesteinsformation mit lauter Türmchen) ist nämlich nur mit einem Hubschrauberrundflug zu besichtigen und es hieß, der Hubschrauber sei jetzt gerade nicht verfügbar (C.: hatten wir doch schon mal in diesem Urlaub), vermutlich am Samstag. Da es auf dem Platz abartig viele Fliegen hatte, wollten wir dort nicht den ganzen nächsten Tag verbringen. Wenigstens gab es wieder viele Vögel, die für ganz schön Unterhaltung sorgten und auch ziemlich frech waren.
Eigentlich wollten wir dann von Cape Crawford aus über Borroloola weiter nach Osten, aber da ging auch nichts, alles überflutet.
Also blieb nichts anderes, als am nächsten Tag die 379km Richtung Süden zum Barkly-Highway zu fahren. Die Strecke war größtenteils ziemlich öde mit richtig viel Landschaft in der Gegend.
Immerhin gab es alle ca. 100km einen Rastplatz mit einem fürchterlich quietschenden Windrad (C.: M. war schon geneigt es mit unserem Salatöl oder unserer letzten Butter zu ölen)
Unterwegs hat man an einigen wenigen Flüssen gesehen, dass es teilweise doch noch ordentlich Wasser hat, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass auf den ungeteerten Straßen teilweise kein Durchkommen ist. Der blaue Himmel verfärbte sich unterwegs dann zusehends in Grau, so dass wir direkt an der Einmündung zum Barkly Highway am Barkly Homestead übernachtet haben, weil alles weitere für einen Tag zu viel gewesen wäre.
Am Abend und in der Nacht hat es dann doch tatsächlich 3 Tropfen geregnet, aber so, dass der Boden nicht nass wurde (C.: M. aber schon wieder nach seiner Wollmütze gegriffen hat). Habt ihr uns jetzt endlich euer schlechtes Wetter geschickt?
Heute Morgen sind wir auf dem Barkly Highway bei weiterhin grauem Himmel in Richtung Osten nach Queensland gefahren. Da wollten wir in diesem Urlaub eigentlich gar nicht hin, aber irgendwas müssen wir ja noch machen, bevor wie unser Auto in Alice abgeben.
Wir sind bis Camooweal gefahren, wobei unterwegs was Lustiges passiert ist (C.: ich find das gar nicht lustig). Dazu gibt’s ein Ratebild, was das wohl war?
Wir waren schon um 13.00 Uhr hier, weshalb wir noch Zeit hatten, in den Nowranie NP zu fahren. Außer 2 Höhlen gibt es da aber nicht viel zu sehen.
Morgen fahren von hier aus über 280km Gravel-Road in den Boodjamullah NP (C.: vielleicht gibt es dort dann wieder Sonnenschein und Landschaft in der Gegend). Vermutlich bleiben wir dort 2 Tage und fahren dann nach Mount Isa, wo wir sicher Internet haben werden. Wir dachten eigentlich bis vor ein paar Minuten, dass hier mit Internet nichts geht, weil unsere beiden Handys sagen, dass sie kein Netz haben. Da hier allerdings einige rumgelaufen sind und mit ihren Handys telefoniert haben, haben wir den Internetstick probiert und der geht komischerweise. Ein Nachbar hat mir erklärt, dass es hier spezielle Handys gibt, die wahrscheinlich auch über das Internet telefonieren, was unsere deutschen Handys wohl nicht können.
Auf jeden Fall kam der hier zu Besuch und brachte seinen Napf gleich mit. Das hat er bei jedem gemacht, der neu auf den Platz kam und die Besitzer haben gemeint, er sei halt verfressen.
Grüße an alle und vielen Dank für die Vatertagswünsche
Ps.: Papa auch für dich noch ein verspätetes Blümchen
Pps: für Steffi. Die werden hier Lizzard oder Goana genannt und laufen normalerweise nicht so, die hier hat nur dicke Arme gemacht, als wir gekommen sind und wollte uns beeindrucken (C.: reine männliche Drohgebärde und nichts dahinter) (M. sie hat nicht die blasseste Ahnung, ob das ein Mann ist) (C.: sonst würde er sich nicht so aufbauen,obwohl er überzeugter Vegetarier ist. Außerdem heißt es der Lizzard oder der Goana, also eindeutig männlich) (M: die Echse, was ist da schon eindeutig?) (C.: Frauen würden gar nie nicht so ein aufgeplustertes Verhalten zeigen) (M: die würden kreischen, aber das kann das arme Tier halt nicht) (C.: siehste, deshalb männlich, ist doch logisch :-))
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