Mittwoch, 26. Mai 2010

Blogende



Jetzt sitzen wir also an diesem idiotischen Flugtag in Sydney und müssen hier noch 2 Stunden auf den Abflug nach Bangkok warten.

Wir haben heute morgen um 10.00 Uhr unseren Camper in Alice Springs abgegeben und sind dann mit dem Taxi zum Flughafen gefahren. Da hatten wir fast noch 3 Stunden bis zum Abflug, allerdings ist der Flughafen in Alice sehr schön und man kann draußen sitzen und auf den Abflug warten.

Ach so, warum idiotisch?

Wir sind 2000 km nach Sydney geflogen und fliegen von hier aus 800 km nach Brisbane, um von dort 7200 km nach Bangkok zu fliegen. Von Alice nach Brisbane wären es 1900km gewesen. Noch besser wäre ein Flug nach Darwin (1500km) und von dort nach Bangkok (4400) km gewesen, aber wer weiß warum das so gebucht wurde.

Wir sind jetzt dann auf jeden Fall durch die Zwischenlandung in Brisbane über 12 Stunden unterwegs bis Bangkok und dann haben wir noch den Weiterflug nach Koh Samui, also noch viele Stunden vor uns.

Das Wetter in Alice Springs war beim Abflug sehr schön und man hatte aus dem Flieger lange Zeit einen wolkenlosen Blick auf die Sandwüste.


Mit der Zeit kamen dann die ersten Wölkchen...


... die immer mehr wurden...


...und schließlich über Sydney so aussahen.


Hier ist also richtig Sauwetter mit Regen und 16 Grad, fast wie daheim. (und deshalb gehen wir jetzt auch)

Wir schließen also diesen Blog mit den letzten Grüßen an alle. Vielleicht machen wir aus Thailand noch eine Ergänzung, falls wir dort Internet haben.

Und noch ein paar Zahlen:

gefahrene km: 15.892
Dieselverbrauch: 1604,44 Liter
Benzinkosten: 2259,52 $

Dienstag, 25. Mai 2010

Es ist ja nur ein vorläufiges Ende !!!!!!!!!!!!!

es geht ja noch für zwei Wochen weiter. Und jetzt dann wirklich Urlaub.
Von dem roten Sand müßt Ihr unbedingt mitbringen, sonst habt Ihr daheim Entzugserscheinungen. Eure gefahrenen und gelaufenen Gesamt- km sind dann im Nachhinein bestimmt interessant.
Wir wünschen Euch für die nächsten (Flug) Stunden viel Spaß und noch einen schönen Erholungsurlaub.
Bis bald Marga und Walter

Rainbow Valley


Das Wetter in Alice Springs war am Sonntag tagsüber schön mit viel Wind, so dass wir (respektive ich) unsere Klamotten noch mal alle waschen konnten. Abends regenete es dann ein paar Tropfen, es war aber noch unter der Tupperschüsselgrenze, d.h. das Bett blieb trocken.

Um nicht nur hier zu sitzen und auf den Abflug zu warten, sind wir am Montagmorgen in Richtung Süden gefahren. Nach ca. 60 km gibt es einen Abzweig zu Lawrence Gorge, auf dem ich noch einmal wunderschöne rote Sandstraße fahren konnte und auch nochmal durchs Wasser fahren durfte.



Die Strasse mündete allerdings nach 25 km ins Flussbett, und wurde sehr ruppig mit großen Steinen und dazwischen Tiefsand , so dass wir schließlich umgedreht haben.

Die Gorge war auch nicht so beeindruckend, weil die Felswände weit auseinanderlagen.



Im Fluss wurde dieser Reiher von C. aufgescheucht ...


...und auf dem Rückweg zum Highway haben wir noch einmal einen Dornenteufel gesehen. Die hatten wir ganz am Anfang unserer Reise sehr häufig und in den letzten 2 Monaten gar nicht mehr.



Da die Teile immer mitten auf der Strasse sitzen und partout nicht laufen wollen, werden sie häufig überfahren. Ich habe ihn deshalb über die Strasse begleitet, wobei die Sonnenbrille herhalten musste. Zum Anfassen ist er einfach zu stachelig. (C.: ich habe es todesmutig probiert, aber der piekst wirklich)

Nach weiteren 13km auf dem Highway sind wir ins Rainbow Valley abgebogen, wieder eine tolle rote Sandstraße, die ich euch erspare.

Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt, weil die Felsformationen richtig schön sind.






Das hier ist der Mushroom-Rock, weil er aussieht wie ein Pilz. (C.: früher vielleicht mal, mittlerweile sieht er eher wie Champignon in Scheiben aus)




Beim Sonnenuntergang änderte der Fels alle paar Minuten die Farbe.


 Wir sind dann auf dem Campground dort geblieben und nach einem schönen Sonnenuntergang ...


... gabs ein wenig Abschiedsromantik mit Lagerfeuer.


Die einzigen weiteren Camper dort waren zwei Deutsche, die 1967 ausgewandert sind und seither in Australien leben. Sie kamen am Abend rüber ans Lagerfeuer, wo wir uns dann englisch mit ihnen unterhalten haben, weil sie ihre Muttersprache fast verlernt haben.

Heute Morgen sind wir dann nach dem Frühstück mit Dingogeheule (C.: wenigstens jemand heult wenn wir gehen müssen) wehmütig nach Alice zurück gefahren und haben erstmal das Pflichtprogramm absolviert.



Heute Abend gibts ne Pizza (C.: mit der letzten Flasche australischem Traubensaft) und Morgen früh gehen wir dann unser heißgeliebtes Auto abgeben. (C.: es ist schon schwer sich von ihm trennen zu müssen. Trotz seiner Macken ist er uns doch ziemlich ans Herz gewachsen, schließlich war er knapp 3 Monate unser zu Hause und mal ganz ehrlich, richtig im Stich gelassen hat er uns nie, nur ab und zu etwas geärgert)

Da wir noch ein Haufen Guthaben auf dem Internetstick haben, werden wir mogen vom Flughafen aus den letzten Blog schreiben. Wir fliegen ja erst nach Sydney, haben dort 5 Stunden Aufenthalt und dann über Brisbane nach Thailand. Dort werden wir wahrscheins dann kein Internet mehr haben.

Also nochmal Grüße an alle

PS: Und ein letztes Blümchen gibts auch noch

Samstag, 22. Mai 2010

Der Weg nach Alice Springs



Da es in Mt.Isa wirklich nichts zu sehen gab, sind wir am nächsten Morgen in Richtung Plenty Highway losgefahren. Anfänglich war es etwas bewölkt, sah aber eigentlich noch ganz gut aus.
Die ersten 90 km waren einspurig geteert, wobei man da unter Umständen schon mal länger auf eine Überholmöglichkeit warten muss. (theoretisch, natürlich lässt man jemanden vorbei, vor allem wenn er ein 53 Meter langes Auto fährt und du im Rückspiegel nur noch die Scheinwerfer erkennen kannst)






Es wurde dann auch wieder sonniger, weshalb wir richtig rumtrödelten und in Urundangi im Roadhouse noch mit den Besitzern längere Zeit getratscht haben.



Die Schmetterlinge waren vor dem Roadhouse.

Der Besitzer sagte uns noch, dass die Strasse in Richtung Plenty Highway (90 km) nach Regen unpassierbar ist und meinte aber, dass es vor Samstag nicht regnet.
Das war ein Irrtum. Als wir losfuhren, wurde es binnen Minuten kohlrabenschwarz und prompt fing es nach ungefähr der halben Strecke an zu regnen. Natürlich war nichts mehr mit anhalten und fotografieren sondern nur noch fahren, fahren, fahren. Auf den letzten 20km war die Strecke schon so aufgeweicht, dass die Karre bis an die Radnaben im Dreck versank und sich mit dem Allrad gerade noch so durchwühlte.

Das Ergebnis sah dann so aus:



Das Problem war damit aber noch nicht behoben, da der Plenty Highway nach Regen ebenfalls unpassierbar wird und wir noch 450km für die nächsten Tage vor uns hatten. Unsere erste Übernachtung hatten wir in Tobermorey geplant, das liegt gleich nach der Einmündung von der Urandangistrasse am Plenty Highway, allerdings noch 7 km in Richtung Queensland, also in die entgegengesetzte Richtung, die wir am nächsten Tag fahren mussten. (C.: wollten)
Dort angekommen stand ein Schild: "No Fuel, No Service", da das Roadhouse bereits 2007 zugemacht hat, in allen Straßenkarten aber noch verzeichnet ist. Da es weiterhin regnete haben wir beschlossen, so weit wir kommen auf dem Plenty Highway in Richtung Alice Springs zu fahren. Die Entfernung zum nächsten Roadhouse betrug allerdings 213 km und es war schon 15.00 Uhr (C.: das bedeutet nach australischer Zeitrechnung schon kurz vor Bettgehzeit). Der Himmel sah auch nicht wirklich gut aus, aber die Straße war relativ steinig und dadurch gut befahrbar.


Gegen Abend waren dann auch wieder ein paar hellere Wolken am Himmel zu sehen, weshalb die Hoffnung, auf dem Highway noch durchzukommen, stieg.


Wenn man dort nicht durchkommt, muss man mehr als 1000km Umweg fahren, um nach Alice Springs zu kommen und wenn man in der Mitte des Highways, die wir in den Abendstunden erreicht hatten, festsitzt, gibt es als einzige Möglichkeit zu warten, bis die Strasse wieder abtrocknet.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit haben wir mehrere Dingos getroffen, die sich brennend für unser Auto interessierten.




Zwischendurch fielen auch immer mal ein paar Tropfen Regen, aber es gab auch schon kurze Sonnenlöcher.



Auf jeden Fall haben wir das nächste Roadhouse in Jervois vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr geschafft und fuhren die letzte halbe Stunde in stockdusterer Nacht, was bei den Straßenbedingungen nicht so toll ist. Da lungern ständig (absolut dämliche) Kühe und andere Untiere auf der Straße rum und das Licht an unserem Auto ist auch nicht wirklich gut. (C.: liegt wohl an der mangelhaftigen Reinigung)

Am nächsten Morgen sah alles doch wieder sehr freundlich aus. Nach einem schönen Sonnenaufgang mit einem unwahrscheinlichen Vogelkonzert hatten wir einen frisch gewaschenen, stahlblauen Himmel. (C.: falls ihr euch fragt, was ich früh morgens am Gasherd rumschraube: ich versuche dem labbrigen australischen Brot eine einigermaßen genießbare knusprige Kruste zu verpassen, in dem ich es in die Pfanne schmeiße)


So sah dann auch die Straße wieder recht freundlich aus...


...obwohl auch dazwischen aufgrund des Regens vom Vortag wieder 10 km aus komplett aufgeweichtem Matsch bestanden. Ohne Allrad wäre da absolut kein Durchkommen gewesen. Natürlich haben wir auf dem Stück nicht gehalten, weil in dem Matsch eh keiner aussteigen wollte, aber es sah so aus, wir auf dem Bild links und rechts der einigermaßen festen Straße.



Wir sind dann an dem Tag nur rund 200km bis zum nächsten Roadhouse, Gem Tree, gefahren und haben uns dort in die Sonne gesetzt. Da neben uns einer sein Auto gewaschen hat, hatte ich mit unserer Karre Mitleid und habe mir schließlich den Schlauch ausgeborgt. (C.: es liegt einfach in seiner Natur und der Waschmaschinenpark war hier nicht so ganz seinen Ansprüchen entsprechend)





Gegen Abend bewölkte es allerdings schon wieder.



Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang...


haben wir uns trotz Bewölkung entschlossen, über den Bins Track nach Alice Springs zu fahren. Meine Autowaschbemühungen waren damit allerdings nach rund 20 km Fahrt wieder erledigt, weil die Straße komplett unter Wasser stand. (C.: sag ich doch schon von Anfang an, Autowaschen ist so unnötig wie das Bettenmachen jeden Tag)


Das ist hundertprozentig kein Bild vom Vortag, sondern von dem frisch gewaschenen Auto nach 20 km. (C.: :-))

Es regnete dann auch wieder ein paar Tropfen, es wurde im weiteren Tagesverlauf aber immer schöner. Es war dann wirklich eine traumhafte Strecke durch die East Macdonnalls nach Alice Springs, wobei die letzten 40km des Bin Tracks wegen Hochwasserschäden gesperrt waren. Unterwegs gab es Horden von Wellensittichen, die man aber kaum vor die Linse bekommt, weil sie sofort in Schwärmen abhauen, wenn man sich mit dem Auto nähert.


Die Straßen trockneten auch zusehends ab.


Hier noch ein paar Bilder von der Strecke.











 





Jetzt sind wir also in Alice, wo wir am Mittwoch unser Auto abgeben müssen. Je nachdem, was das Wetter macht, machen wir am Montag und Dienstag hier noch Tagesausflüge, ansonsten neigt sich der Blog dem Ende. Wir werden auf jeden Fall am Dienstag nochmal was reinschreiben und wenn es nur die Statistik ist.

Aber ein Blümchen gab es heute auch noch:



Grüße an alle