Donnerstag, 25. März 2010

In Pemberton

Entgegen der Wettervorhersage, die einen wolkenlosen Himmel für die nächsten Tage ansagte, hatten wir in den letzten beiden Tagen wechselnde Bewölkung mit überwiegend Sonnenschein. Die Temperaturen machen hier extreme Sprünge. Das schwülwarme Wetter dauerte genau einen Tag, jetzt hat es wieder sehr angenehme Temperaturen.

Nach unserer Übernachtung in Walpole am Inlet, nämlich hier…


… haben wir die Fahrtroute mal wieder kurzfristig geändert und sind gestern nach Windy Harbour gefahren, fast in der Südwestecke Australiens.

Auf dem Weg haben wir erst mal den Gipfel des Mount Frankland im gleichnamigen Nationalpark bestiegen, von dem man eine fantastische Rundumsicht hat. Deshalb sitzt dort auch den ganzen Tag über einer im Ausguck und schaut nach Waldbränden in der Gegend.
Den Rest vom Tag gab’s nicht viel zu fotografieren. Wir sind im Moment im Waldgebiet und alle Routen führen über Waldwege. Da ich euch keine 20 Bilder von großen Bäumen zeigen will, lassen wir das.



Heute Morgen haben wir uns nach dem Frühstück, bei dem der Himmel so aussah…


…dann erst mal den ganzen Morgen die Umgebung von Windy Harbour (Windy Harbour selbst ist eine Siedlung mit ein paar Häusern) angeschaut.

Danach sind wir auf den Mt. Chudalup geklettert, einen Granitfelsen mit Rundumblick.


Auf dem Weg nach Pemberton, wo wir heute übernachten, sind wir an einem von 3 Bäumen vorbeigekommen, die in der Gegend früher als Ausguck für Waldbrände benutzt wurden. Über in die Bäume gehauene Stahlnägel kann man auf die Aussichtsplattform in 60 Metern Höhe klettern. Schwindelfrei sollte man allerdings sein.



















Im Pemberton sind wir dann heute Mittag mit einem historischen Zug 2 Stunden durch den Wald gegondelt, dabei auch über mehrere massive Holzbrücken.


Claudia hat sich vorgestern 2 Zehen an einem Ast demoliert und läuft jetzt etwas komisch, aber sie kann noch laufen. Die Amputation steht allerdings unmittelbar bevor, nur auf dem Campingplatz kann ich das nicht machen, da sind zu viele Leute und das Geschrei…
C: um mit Marc's Worten zu sprechen: auauauauauau sind das Schmerzen, ihr wisst ja gar nicht wie ein - wie heißt der jetzt, 2. Zeh von rechts oder 4. Zeh von links -  weh tun kann? Ich sage euch, das sind Schmerzen und dann muss man damit auch noch jeden Tag auf einen Berg laufen. Also ich bitte doch wirklich drum, mir mindestens 10 Stunden Dienstsport aufzuschreiben.

Ansonsten noch zu den ganzen Fragen:
 
Das Auto läuft perfekt, die Reifen sind ganz (Ersatzrad mit Flicken) und wie ich euch schon geschrieben habe, war das Zentrum des Unwetters fast 300 km entfernt. Wir hatten in der Nacht vielleicht 2 Stunden Regen, in der näheren Umgebung hat es teilweise aber auch kräftig geregnet und einiges überschwemmt. Die Aussies feiern den Regen, weil er die längste jemals gemessene Trockenperiode hier beendete und die Farmer alle aufatmen, dass endlich wieder Wasser in ihren Dämmen ist.

Für Dieter:
Die Verständigung ist gar kein Problem, das komische Kauderwelsch, das wir auch nicht verstehen, haben sie letztes Mal vor allem im Bereich Darwin gesprochen. Zuerst hat Matthias gemeint, die nette Dame an der Rezeption des Hotels hätte einen Sprachfehler, aber als der nette junge Mann am nächsten Tag genau so komisch gesprochen hat, waren wir überzeugt, dass man hier Aussie spricht und nicht Englisch. Jetzt stell dir mal einfach einen Aussie vor, der in der Schule Deutsch lernt und dann nach Rheinau-Linx kommt. Und Dieter, die Überschrift!!!
 
Grüße an alle und die Flora von 2 Tagen, die Fauna nur einfach, die Schlange ist mir wieder entwischt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen