Sonntagnacht in Port Hedland war fürchterlich warm und es kühlte auch bis zum Morgen nicht wirklich ab. (C.: Verkaufe günstigen Heizlüfter, gebe ihn auch gerne im Tausch gegen Ventilator her) Am Montagmorgen haben wir uns auf den weiten Weg nach Broome gemacht. Das sind über 600km Highway und die Landschaft ist ziemlich dürftig, so dass es nicht viel zu sehen gab.
Die Höhepunkte der Strecke sind deshalb schnell gezeigt.
Gleich nach Port Hedland sind an der Strecke viele Termitenhügel. Die Minenarbeiter entsorgen dort offensichtlich ihre alten Schutzhelme, was schon witzig aussieht.
Nach 150km kommt dann mal ein Roadhouse, bei dem es direkt neben der Tankstelle einen kleinen Buschbrand gab. Das regt dort aber niemanden auf. Man holt gemütlich eine Schaufel und ein Rechen und fängt an, in einigem Abstand das Gestrüpp am Boden auf ca. 2 Meter Breite zu entfernen. So brennt das Feuer dann bis zu dem geschaffenen Sandstreifen und gehst schließlich irgendwann aus.
An dem Roadhouse gab es einen Abstecher zum Strand, den wir natürlich wegen der langweiligen Strecke nicht ausgelassen haben.
Neben wunderschönen Muscheln gab es riesige Mangrovenwälder, die gerade wieder Wasser bekamen, weil die Flut einsetzte.
Um nicht die ganze Strecke nach Broome am Stück fahren zu müssen, sind wir dann auf der halben Strecke an den 80 Mile Beach gefahren und haben dort nach einem tollen Sonnenuntergang übernachtet (C.: Diesmal mit laufender Klimaanlage, wofür haben wir die schließlich und im Moment ist mir sch.......egal wieviel Strom die braucht)
Dort gab es neben den in den letzten Tagen allgegenwärtigen Sandfliegen, die uns schon komplett zerstochen haben, etwas seltsame Grashüpfer, könnte auch ne Gottesanbeterin sein
Internet gabs dafür nicht.
Heute Morgen sind wir dann weiter die 365 km nach Broome gefahren. Hier sind wir jetzt auf der Sonnenaufgangsseite am Meer, so dass Claudia morgen zum Geburtstag einen schönen Sonnenaufgang bekommt, weil ich sie um 06.10 Uhr extra deshalb wecken werde. Ein anderes Geschenk hab ich nämlich nicht. Versucht mal, in der Wüste ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen. (C.: Ein richtiges Geschenk wären morgen früh dicke Wolken, kräftiger Wind und höchstens 10 Grad. Das wär's) (M: Ist hiermit bestellt)
Am Campingplatz kreisen permant diese Raubvögel, deren Namen ich erst noch rauskriegen muss. Die Vogelkundler können mich ja unterstützen.
Das hier sind übrigens die frechsten und vorwitzigsten Vögel hier. Die gibt es überall und die haben vor gar nichts Angst. Die kommen auf den Tisch und hüpfen dir über die Füße und machen dabei noch ziemlich viel Geschrei.
Und nun zu der angekündigten Änderung in den Reiseplänen:
Eigentlich wollten wir morgen nach Derby und dann eine Woche in die Kimberleys abtauchen. Wir haben jetzt allerdings einen Flug für Sonntag zu den Horizontal Falls gebucht, landen mit dem Wasserflugzeug und übernachten dann dort auf einem Schiff. Da der Flug ab Derby geht, fahren wir jetzt morgen erst mal 400km zur Fitzroy Crossing und gehen dann in die Geikie und die Windjana Gorge. Am Samstag fahren wir dann über den ersten Teil der Gibb River Road (wenn sie befahrbar ist, das ändert sich täglich) nach Derby zurück und nach dem Flug wieder in die Kimberleys, um den nördlichen Teil zu besichtigen. Wir müssen halt eine Strecke von 150 km zwei mal fahren, was bei den Kilometern hier nichts ausmacht, wir haben demnächst unsere ersten 10.000 voll. Außerdem fahren wir sie einmal hin und einmal her und wir haben ja schon gelernt, dass alles zwei Seiten hat.
Es wird deshalb immer wieder mal Internetaussetzer geben. Am Samstag in Derby haben wir aber auf jeden Fall Netz.
Grüße
Ps: Marga, wir nehmen keine weiteren Aufträge an.
Pps.: Dieter, aus dem Goldminengebiet sind wir schon lange raus, im Moment sind wir in der Hauptstadt der Perlenproduktion und die wollen wir doch nicht vor die S......... werfen
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Hi Matthias + Claudia,
AntwortenLöschentolle Bilder habt ihr da eingestellt. Ich bin zwar kein Ornithologe, habe aber als Kind einen Wellensittich besessen und kenne mich deshalb etwas mit Gefieder aus.
Ich vermute, dass über Euch nicht der Pleitegeier kreiste, sondern ein Keilschwanzadler oder Schwarzmilan.
Genaueres könnte ich erst sagen, wenn ich die Flügelspannweite wüsste. Diese konnte ich trotz bestandenem Sehtest nicht erkennen:-)
Viele Grüße
Horst
Vom Pleitegeier simd wir noch etwas entfernt, auch wenn dieses Auto richtig Geld kostet.
AntwortenLöschenHi Horst,
AntwortenLöschenes ist natürlich ein Schwarzmilan (Milvus migrans) Woher weißt du das? Gibt's den auch in der Schweiz beim Wandern?
Claudia